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Schöne Haut bei Minusgraden

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, schalten die Talgdrüsen der Haut auf Sparflamme. Damit wir trotzdem gut aussehen, ist die richtige Pflege jetzt wichtiger denn je. Neben pflegenden Ölen braucht die Haut vor allem eins: Ganz viel Feuchtigkeit.

Im Winter bekommen mehr Menschen als sonst eine trockene Haut. Denn je kälter es wird, desto weniger Fett wird in den Talgdrüsen der Haut gebildet. Ab acht Grad minus stellen die Talgdrüsen ihre Arbeit ganz ein.  Der Schutzfilm auf der Haut wird dünner, so dass die wertvolle Feuchtigkeit viel leichter entweichen kann.  Die kalte Winterluft und die trockene Luft in beheizten Räumen entziehen der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Besonders strapaziös ist auch der Wechsel zwischen eisiger Luft draußen und warmen Temperaturen drinnen. Die typischen Folgen kennen wohl die meisten: Die Haut spannt unangenehm, juckt und zeigt Rötungen. Darum kommt es gerade im Winter auf die richtige Pflege an.

Perfekt für drunter: Ein Gel mit verschiedenen Hyaluronarten

Was der Haut jetzt gut tut, sind hautverwandte Lipide aus Pflanzenölen und viel lang- anhaltende Feuchtigkeit in Form von Hyaluronsäure. Dazu muss man nicht direkt seine komplette Pflege umstellen. Mittlerweile gibt es sehr gute Hyalurongels, die dank ihrer verschiedenen Arten von Hyaluronsäure besonders feuchtigkeitsspendend sind und im Prinzip mit jeder Tages- oder Nachtcreme harmonieren. Diese 2-stufige Pflege lässt sich auch dann gut umsetzen, wenn es morgens schnell gehen muss. Weil das Gel sehr schnell in die Haut einzieht, kann man direkt danach die weitere Pflege auftragen. Je nach Hauttyp sollte die Creme dabei leichter oder fetthaltiger ausfallen. Wer nach der Pflege noch ein Makeup verwenden möchte, sollte allerdings mind. 10 Minuten damit warten. Danach das Makeup sanft in die Haut einklopfen und mit einem losen Puder fixieren. So stellt man sicher, dass keine unschönen Flecken oder Krümel entstehen und der Teint schön gleichmäßig aussieht.

Beginnen Sie am Kinn und massieren Sie Ihre feuchtigkeitsspendende Hyaluronpflege anschließend sanft von der Gesichtsmitte nach außen ein.   Zum Schluss noch eine kleine Menge auf die Nasenwurzel geben und von hier aus mit den Fingerspitzen beidseitig halbmondförmige Kriese bis zu den Schläfen ziehen.

Gut geschützt nach draußen

Sitzen Sie tagsüber vorwiegend im Büro, muss die Tagespflege nicht unbedingt fetthaltiger als die restliche Zeit des Jahres sein. Anders sieht es aus, wenn Sie sich viel im Freien aufhalten. Bei klirrender Kälte können Sie auch die reichhaltigere Nachtcreme als Tagescreme verwenden. Wohltuend sind Produkte mit Sheabutter, Mandelöl oder Jojobaöl. Bei langen Spaziergängen an der frostig-klaren Luft, beim Schlittschuhlaufen oder Skifahren ist es ratsam, zusätzlich eine Coldcream zu verwenden, die eine feine schützende Fettschicht auf der Haut bildet. Allerdings sollte man diese beim Reingehen mit einem Kosmetiktuch wieder sanft abtupfen, damit kein Wärmestau entsteht. Für die empfindliche Haut an den Lippen eignet sich ein Pflegestift mit schützenden Pflanzenwachsen und beruhigenden Ölen. Wer mag, tupft abends vor dem Schlafengehen ein hochwertiges Pflanzenöl (z.B. Olivenöl oder Mandelöl) auf die Lippen, das hält sie schön geschmeidig.

Hochkonzentrierte Wohlfühlpflege: Ampullen und Seren

Hervorragend geeignet für die Extraportion Pflege am Abend, fürs Wellness-Programm am Wochenende oder als Beauty-Kick  vor dem Ausgehen sind ein Serum oder eine Ampulle.  Gemeinsam ist diesen Produkten, dass aufgrund ihrer einzigartigen Konsistenz die wertvollen Wirkstoffe in besonders hoher Konzentration enthalten sind und diese sehr gut in die Haut einziehen können. Schon wenige Tropfen genügen.  So relativiert sich auch der in der Regel höhere Preis. Serum und Ampulle werden direkt nach der Reinigung auf die Haut aufgetragen. Durch leichtes Klopfen (immer von oben nach unten) oder sanftes Andrücken werden die Konzentrate eingearbeitet. Anschließend trägt man wie gewohnt seine normale Hautpflegecreme oder sein gewohntes Hautpflegefluid auf.

Ampullen mit Pipettenverschluss haben den Vorteil, dass man sie besonders sparsam dosieren, wieder verschließen und somit mehrmals verwenden kann.

Bei der Pflege den Hals nicht vergessen

Am  Hals ist die Haut besonders dünn und reagiert sofort mit Trockenheitsfältchen, wenn sie vernachlässigt wird. Betrachten Sie Ihren Hals einfach als Verlängerung vom Gesicht, der bei der täglichen Pflegeroutine dazugehört. Also nach der gründlichen Reinigung den Hals immer mit eincremen.

Von Zeit zu Zeit freut sich die Haut am Hals auch über einen pflegenden Ölwickel. Gut dafür geeignet sind Mandel-, Avocado- oder Weizenkeimöl. Das Öl sollte für den Wickel leicht erwärmt und dann mit etwas Honig vermischt werden. Die pflegende Mischung trägt man dann am besten mit dem Pinsel auf und umwickelt den Hals dann mit einem  sauberen Küchentuch. Nach einer Einwirkzeit von mindestens dreißig Minuten die ölige Mixtur gut abwaschen und den Hals anschließend mit einer hyaluronhaltigen Feuchtigkeitspflege eincremen. Die Öl-Honig-Mischung können Sie auch als Packung für die Hände verwenden. Hier am besten über Nacht einwirken lassen – Baumwollhandschuhe aus dem Drogeriemarkt schützen vor Fettflecken.